“Gewinnen”

Künstler Alex Myers hinterfragt mit Winning das Konzept des “Gewinnens” in Videospielen und die Dynamik von Gewalt in Shootern.

Zwei Spiel_erinnen sitzen sich in einem kleinen Raum vor Monitoren gegenüber. Parallel dazu stehen sich die Spielfiguren gegenüber, ihre Waffen aufeinander gerichtet. Das Spiel selbst wurde völlig auf die beiden Figuren reduziert und findet in einem grauen, virtuellen Raum statt. Es gibt keinerlei Umgebung oder Kontext für das Geschehen, nur das Ziel jedes Multiplayer-Shooters: die_n Gegn_erin zu töten.

Dieser Vorgang wiederholt sich wieder und wieder und wieder. Das Spiel kennt kein Ende, nach jeder Runde beginnt eine neue – ein Kreislauf aus ebenso grund- wie golgenlos bleibender Gewalt. Egal ob das Team der “Terrorists” oder der “Counter-Terrorist” gewählt wird, die mit lächelnden Gesichtern gezierten Figuren gleichen sich. Myers schreibt “It is not about fighting myself, but about about seeing myself and ourselves reflected in this perpetual cycle of violence”.

Offen bleibt die Frage, was “Gewinnen” eigentlich ist.

2 Gedanken zu ““Gewinnen”

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