Spielzeug statt Heldin

Die Scharfschützin “Quiet” wird eine der Hauptcharaktere in Metal Gear Solid 5 sein und als solche als Actionfigur verewigt werden – so weit, so gut, schließlich gibt es nicht all zu viel Actionheldinnen. Entwickler Hideo Kojima veröffentlichte heute auf Twitter jedoch ein Bild und kommentierte die dabei verwendeten “weichen Materialien”. Gemeint waren die Brüste der Figur – ein Kommentar, der Quiet vom handelnden Charakter in einer Geschichte zu einem miniaturisierten Sexspielzeug reduziert. Sie ist ein absurd … Spielzeug statt Heldin weiterlesen

Eine blonde, weiße Frau und ein schwarzer Mann mit kurzen Haaren geben sich vor 2 Laptops High Fives.

Barbie: Spieledesignerin oder Hackerin?

In der letzten Woche sorgte ein Buch von 2010 für Furore. Brianna Wu fiel auf, dass „Barbie: I Can Be a Computer Engineer“ (Barbie: Ich kann Informatikerin sein) eigentlich ein Buch über eine Videospieldesignerin war. Noch dazu eine, die ihren Laptop und den ihrer Schwester mit Viren infiziert und für die Spiele­pro­gram­mie­rung und Laptop­rettung die Hilfe von zwei Informatikern benötigt. Aber am Ende von der … Barbie: Spieledesignerin oder Hackerin? weiterlesen

Magie und Misogynie

Weibliche Spielfiguren haben keine Rüstung, sondern Brüste. Sie haben keine Missionen, sondern Nöte. Sie haben keine Haupt-, sondern die Opferrolle. Sie erleben keine Abenteuer, sondern warten in Kerkern, Eisblöcken oder an Bahnschienen gekettet auf den Prinzen. Sie haben keine Laserschwerter oder Äxte, sondern Heiltränke oder Glaskugeln. Sie sind jemandes Frau, Tochter, Geliebte, Studentin oder Assistentin – nie eigenständig, nie selbst jemand. Sie haben keine eigene … Magie und Misogynie weiterlesen

Die Gewalt der Gamer

Den Entwurf für diesen Artikel gibt es eigentlich bereits seit Dezember letzten Jahres. Damals wurde Anita Sarkeesian wegen ihrer Videoserie „Tropes vs. Women in Video Games“ und Zoe Quinn für die Veröffentlichung ihres Spiels Depression Quest angegriffen. Neun Monate sind seitdem vergangen und alles scheint sich auf beängstigende Weise zu wiederholen. Und schließlich doch auch nur eine Wieder­holung des Shitstorms 2012, der irgendwie auch schon business … Die Gewalt der Gamer weiterlesen

Gesammelte Links #18

Nach viel Hype ist Ubisofts Actionspiel Watch Dogs nun erschienen – und wird auf breiter Fläche kritisiert: Schwarze Charaktere werden dem rassistischen Stereotyp nach als Kriminelle dargestellt, Trans*Menschen werden zu Witzen degradiert, Frauen dienen im Spiel nur als Motivation für den Hauptcharakter  und auch das sexistische Marketing ist exklusiv auf Männer gerichtet. System- und Überwachungskritik 2.0: in der „Bürgerwehr-Variante“ schon für günstige 89,99 Euro. Für das nächste Assassin’s Creed Spiel wurden dann gleich mehrer männliche … Gesammelte Links #18 weiterlesen

Gesammeltes #15

Cara Ellison schreibt bei Rock Paper Shotgun über die Spiele “How Do You Do It” und “Love Is Zero”, die sich an der in Spielen wenig repräsentierte Thematik (weiblicher) Sexualität versuchen. Penny Arcade und ihre Konferenz PAX standen in den letzten Jahren immer wieder in der Kritik: diskriminierende Witze in ihren Comics, uneinsichtige Reaktion auf Kritik und ausgrenzende Äußerungen auf Panels. Die “Diversity Lounge” soll … Gesammeltes #15 weiterlesen

Gesammeltes #14

Samantha Allen sieht im Erfolg von Gone Home die langsame Schließung der Lücke zwischen dem Mainstream und Spielen queerer Spielemach_erinnen. PC Gamer hat Goat Simulator von einer echten Ziegenwirtin reviewen lassen. Dabei lässt sich nicht nur etwas über das Spiel, sondern auch über echte Ziegen lernen. Wer vor lauter 2048 Varianten langsam die Übersicht verliert, kann im 2048 Directory nachschlagen. Die Gameswelt hat ein Feature veröffentlicht, in … Gesammeltes #14 weiterlesen

Gesammeltes #13

Die Macher von Threes haben einen offenen Brief an die (in Wochen) nachgemachten Spiele geschrieben – und erklären, wie Threes in 14 Monaten enstand. Leigh Alexander hat sich speziell zum Umgang der Presse mit Threes und 2048 Gedanken gemacht. Ist das Oculus Rift sexistisch? Diese Frage stellt sich Danah Boyd und und sucht die Antwort darauf, ob “Virtual Reality” von Männern* und Frauen* unterschiedlich wahrgenommen wird. Passend dazu … Gesammeltes #13 weiterlesen

Gesammeltes #12

Mitte diesen Monats fand die Game Developer Conference in San Francisco statt. Unter anderem übte Brenda Romero erneut Kritik an der eigenen Industrie, die Betroffene von Harassment alleine lässt und Victim Blaming betreibt. Empfehlenswert ist auch ihr Diskussionspanel #1ReasonToBe zu Frauen in der Spieleindustrie und -kultur von der letzten GDC. Spielekritikerin Kris Lingman hat ihre persönlichen Highlights und Eindrücke von der GDC in ihrem Blog zusammengefasst. Nintendos Entwickler_innen sprachen darüber, … Gesammeltes #12 weiterlesen

Gesammeltes #9

Irrational Games wird aufgelöst und Ken Levine widmet sich nach Bioshock Infinite einem kleineren Projekt. Leigh Alexander schreibt bei Gamasutra über Spielejournalismus und ihre Geschichte mit dem Spielestudio. Zwischensequenzen gehören zu fast jedem Videospiel, das eine Geschichte erzählt. Player’s Delight hat 13 immer wieder auftauchende Stile mit Beispielen aufgelistet – und argumentiert, warum diese Videospielen schaden. Beim Guardian nimmt sich Keza MacDonald der fünf häufigst gehörten Argumente an, … Gesammeltes #9 weiterlesen

Gesammeltes #5

Entwickler David Pittman schreibt in einem Post Mortem über die Entwicklung von “Eldritch“. Neben der Entstehung des von Love- und Minecraft inspirierten Spiels ist die Aufschlüsselung der Verkaufszahlen interessant. Ein Angebot über Steam wurde so dank Aufmerksamkeit und niedrigem Preis zu einem unerwarteten Erfolg. Eine ähnliche Erfahrung machte das Team von Pixeljunk Eden, das bei bei einem Sale in 8 Stunden den ganzen Jahresumsatz erneut einbrachte. Ohne … Gesammeltes #5 weiterlesen

Gesammeltes #3

Eine Langzeitstudie der University of Glasgow hat die Folgen von TV-Konsum und Videospielen auf das Verhalten von Kleinkindern untersucht. Tatsächlich fanden sie keine (Games) bis geringe (bei sehr viel Fernsehkonsum) negative Folgen. Über die Aushandlung und Konstruktion von Identitäten im virtuellen Raum schreibt Leila Robel am Beispiel von World of Warcraft. Die Entwicklerin von Depression Quest, Zoe Quinn, ist bereits zum zweiten mal das Ziel … Gesammeltes #3 weiterlesen