Ans Herz gelegt: Mini Metro

Öffentlicher Personennahverkehr ist eigentlich nichts, mit dem eins sich abseits des Arbeitsweges befassen möchte. Der Bus ist überfüllt, die S-Bahn verspätet und wieso die Linie nicht einfach von A nach B durchfährt, sondern ich dreimal umsteigen muss, versteht vermutlich niemand.

Außer dem Menschen, der sich das ganze Schienennetz ausgedacht hat. Genau diese Rolle übernehmen Spielende in Mini Metro. Auf einem stilisierten Fahrplan wollen verschiedene Haltestellen verbunden werden, zwischen denen die Passagiere dann hin- und her pendeln. Mit der Zeit wird die Karte immer größer, neue Haltestellen kommen dazu und mehr U-Bahnlinien dürfen verlegt werden. Eine Partie kann ein paar Minuten, aber genau so gut einige Stunden dauern.

Das ganze sieht wie ein wirklich hübscher Fahrplan aus, ist fluffig animiert und kommt bis auf die Menüs ganz Text aus. Die für Haltestellen stehenden Symbole und farbig markierten Linien erklären sich schon nach wenigen Spielminuten von selbst. Und dann sind da noch lobenswerte Kleinigkeiten, wie eine Option für Menschen mit Rot-Grün-Sehschwächen und ein dunkleres Farbschema, um Abends angenehmer auf den Bildschirm schauen zu können. Clever.

Mini Metro befand sich lange in einer “Early Access”-Phase und konnte so schon während der Entwicklung gespielt werden. Dass das Spiel eigentlich noch nicht fertig war, hat sich aber schon vor einem Jahr kaum bemerkbar gemacht. Inzwischen ist Mini Metro offiziell erschienen. Für 10€ bekommt ihr ein poliertes, kleines Strategiespiel für Windows, Mac und Linux – Leider (noch) nicht für das Smartphone. Dann ließe sich auch direkt im Berufsverkehr noch beweisen, dass es besser geht.

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