Zusammenspiele

Auf dem “Local Multiplayer Summit” Join wurde nicht nur viel über lokale Multiplayer-Spiele geredet, es wurden natürlich auch viele gespielt. Vor allem die irgendwie merkwürdigen, eigenartigen, spannenden. Manche, wie Affordable Space Adventures oder Bismo & Plom, sind bisher noch gar nicht erschienen. Andere wie Johann Sebastian Joust funktionieren nur auf bestimmten Konsolen mit bestimmten Controllern. Oder, wie das oben im Bild zu sehende BANG BANG BANG!, erfordern eine Kreditkarte zum Bezahlen. Aber es gibt auch die kostenlos zum Herunterladen verfügbaren Spiele… nur für den Fall, dass beim nächsten Date die Gesprächsthemen fehlen oder auf der Party wirklich gar keine Stimmung aufkommt.

Friendstrap

Friendstrap gibt es kostenlos für Android- und iOS-Smartphones. Auf den ersten Blick wirkt die App kaum wie ein Spiel: Zwei Spielende müssen das Display festhalten, dann startet ein Timer – der einfach nur zählt, wie lange beide es aushalten. Und damit dabei nicht langweilig wird, zeigt das Display verschiedene Smalltalk-Themen an. Das kann vom Traumauto bis zur Einstellung zu Abtreibung gehen. Durch dieses awkwarde, spielerische herausfordern von Interaktion zwischen zwei Fremden passt es wunderbar neben Spiele wie Bounden oder Fingle in das einzigartige Portfolio von Game Oven. Wie so eine Runde Friendstrap dann aussehen könnte, demonstriert das (englischsprachige) Video:

Gang Beasts

Egal ob auf der A Maze, der eingangs erwähnten Join oder der Indie Mega Booth auf der Gamescom: Wo Gang Beasts ist versammelt sich schnell eine Menschenmenge um den Bildschirm. Das kostenlose Prügelspiel mausert sich zum beliebtesten Partyspiel der Indie-Szene. Wo sich klassische Beat’em Ups durch spektakuläre Grafik oder taktische Geschicklichkeits-Duelle auszeichnen, herrscht hier reines Chaos. Bis zu 8 Spielende prügeln sich mit den schwerfällig gesteuerten Cartoonfiguren über Riesenräder und Baugerüste. Und so sind es meistens die ungewollt witzigen Slapstick-Szenen, wenn sich ein_e Spielende_r selbst versehentlich aus der Arena wirft, die den Witz des Spiels ausmachen.

Tap Happy Sabotage

Laptops und Monitore mit Touchscreen sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Je größer der Bildschirm, desto besser: Ausgelegt ist Tap Happy Sabotage für bis zu 52 Mitspielende, weil laut Entwickler Alistair Aitcheson sowieso niemand so viele Freund_innen hat. Die Sammlung von Minispielen wechselt zwischen Memory oder Reaktionstests, in denen das jeweils eigene Symbol berührt werden muss. Der wirkliche Reiz entsteht aber nicht aus dem, was das Spie vorgibt, sondern was außen herum passiert. Es wird nämlich aktiv zu unfairem Spielen eingeladen. Und so beginnen nach ein paar Runden alle, gegenseitig ihre Hände wegzuschubsen oder den Gegner_innen Minuspunkte zuzuschieben, bis auf dem Touchscreen ein Twister-Knoten aus Armen und Fingern entsteht.

Das sind nur drei Spiele, die die Bandbreite der Kreativität im Bereich des lokalen Mehrspielers erahnen lassen. Kennt ihr noch mehr kostenlose Spiele, die sich mit mehreren vor einem Computer, Smartphone oder Tablet spielen lassen und die irgendwie eigenartig, einzigartig und merkwürdig sind? Teilt sie in den Kommentaren mit uns.

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