Wie ich in “Bloodborne” nichts verpasst habe…

Ich mache Schluss mit Bloodborne.

Seit Weihnachten bin ich nun im Besitz einer PlayStation 4 und habe das zum Anlass, endlich mal Bloodborne zu spielen. Bloodborne, das ist ein Ableger der viel gerühmten Dark-Souls-Reihe und schon zu der habe ich nie einen Zugang gefunden. Aber vielleicht ist das bei Bloodborne ja anders, auf der PlayStation statt am PC und mit Lovecraft’schen Monstern statt mittelalterlichen Bestien.

Nach fünf oder sechs Stunden kann ich nun behaupten, dass es keinen Unterschied macht. Fünf oder sechs Stunden, in denen ich immer wieder kurz das Gefühl hatte, jetzt die richtige Herangehensweise gefunden zu haben, um einen Gegner niederzustrecken, um dann doch wieder ohne jeglichen Fortschritt an den Anfang des allerersten Levels zurückgeworfen zu werden.

Ja, Bloodborne ist schwer und vielleicht weigerte ich mich zu stur, besser zu werden. Aber ich fand einfach keinen Anreiz, auch nur das kleinste bisschen Mühe in dieses Spiel zu stecken, dass jedes Stück Fortschritt mit mürrischer Arroganz immer knapp außerhalb meiner Reichweite baumeln lässt.

Weder der gespürte Gruppenzwang, noch das Gefühl etwas Cooles zu verpassen, weil sich mir die Faszination dieses Spiels nicht erschließt, war genug. Für das Gefühl, das auch der größte Aufwand nur winzige Belohnungen bringt und jeder Fortschritt hart erkämpft sein muss, dafür brauche ich kein Videospiel.

4 Gedanken zu “Wie ich in “Bloodborne” nichts verpasst habe…

  1. Ich habe Bloodbourne nicht gespielt und irgendwie ist es ein bisschen an mir vorbei gegangen… Was ich aber sagen wollte, ist dass mir irgendwie der Reiz fehlt, besonders schwere Spiele zu spielen. Oftmals wird in Reviews bei Spielen der viel zu leichte Schwierigkeitsgrad bemängelt. Solange die Welt schön und die Story toll ist, ist mir das sogar ganz recht. Ich habe einfach keine Zeit und auch keine Lust, mich allzu sehr in ein Spiel stark reinzufuchsen, das mit Absicht besonders schwer gemacht wurde, um eine gewisse Kerngruppe zu besänftigen…

    1. Zu der Erkenntnis bin ich inzwischen auch gekommen, gerade seit Dark Souls diesen Trend zu fordernden spielen losgetreten hat. Das ist ein Hürd, die ich dann halt nicht immer nehmen kann oder will.

  2. Den Frust kenne ich zu gut, hab selbst fast 2 Jahre lang das 1×1 von Street Fighter gepaukt bis der Groschen ENDLICH gefallen ist. Seitdem sind 2D-Fighting Games eines meiner Lieblingsgenres.
    http://herzteile.org/2015/02/round-1-frust/
    http://herzteile.org/2016/11/round-2-spass/

    Im Vergleich zu “fast 2 Jahre” sind 5-6 Stunden jetzt nicht viel, ich hatte damals aber etwas in diesem Genre gesehen das mich fasziniert hat und/oder bin echt stur 🙂

    Kannst du dir vorstellen nach einer Weile wieder das Spiel aufzugreifen und es nochmal zu probieren?

    Nicht dass du das müsstest weil “OMGBLOBSOULSBOURNEGITGUD!”, es gibt so viele andere großartige Spiele und die Zeit ist knapp.

    1. Die beiden Beiträge hatte ich sogar im Kopf. Ich wollte Bloodborne wirklich mögen, die ganze Welt klingt furchtbar interessant. Aber ich habe in den 6 Stunden eben wirklich gar keinen Fortschritt gemacht.

      Ich hab’s noch rumliegen und ich spiele auch immer wieder mit dem Gedanken, den Spiel noch eine Chance zu geben. Aber ich warte damit lieber ab, bis ich den Frust vergessen habe.

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