Pixel Piracy

Gesammeltes #2

Bei Indie Statik berichtet ein Lehrer davon, wie und warum er seiner Klasse das Programmieren von Spielen näher brachte:

These weren’t professional games developers. They weren’t even hobbyist programmers. They were nine-year-old children, and what they were doing was, indeed, awesome.

Mit „Pong“ und unendlichen Möglichkeiten fing alles an. Heute haben Computerspiele aber einen ein-dimensionalen Ruf als Jungsspielzeug. Tracey Lien zeichnet bei Polygon die Geschichte vom „Gaming für alle“ zur gezielt geschlechterbezogenen Spiele-Industrie nach.

Wer oder welche sich vom “Pile of Shame” ertappt fühlt und einen öffentlichen Steam-Account hat, kann sich seine zu verspielende Lebenszeit schon einmal ausrechnen lassen. Wie viel bereits „verplempert“ wurde, wird natürlich auch berechnet.

Auch diese Woche gibt es wieder eine Follow-Empfehlung auf Tumblr. Auf “Video Game Foliage” wird ein oft übersehenes Stück Umgebung aus Videospielen dokumentiert und kommentiert: die Flora. Denn digitale Pflanzen sind cool.

Im Guardian beschreibt Lucy Prelle wie sie in einem medizinischen Notfall erste Hilfe geleistet hat – und dass ihr brutale Zombie-Spiele wie “The Walking Dead” dabei geholfen haben, mit dieser Extremsituation umgehen zu können. Es hat ihre Perspektive auf Gewalt in Spielen verändert:

I used to scoff at the simplicity of equating onscreen violence with its real-world equivalent. But now there is no doubt in my mind that gaming can desensitise to death and gore. I’m just not sure that’s a bad thing.

Die Entwickler_innen des Spiels “Pixel Piracy”  vertreiben ihr Spiel nicht nur für 9,99$ selbst – sie bieten auch einen Download per BitTorrent an. Kreativer Umgang mit den Problemen, die kleinere Spielestudios mit Raubkopien haben oder cleveres Marketing? Vielleicht ein bisschen was von beidem:

We believe that anyone who wants to pirate our game will do so anyways, and feel it’s a much safer bet to offer those people the official link to our game in hopes that they keep their computer’s virus free.

In seinem Video-Podcast “Jimquisition” besang Jim Sterlin schon letzte Woche einen Trend in Videospielen: Free to Play, In App Purchases und Downloadable Content. All diese Begriffe kommen in seiner Version von Oasis’ “Wonderwall” vor.

In einem Jahresrückblick im Adventskalender-Format erinnert Rock Paper Shotgun noch einmal daran, wie gut und wichtig “Papers, Please” war – die äußerst politische Simulation des Einwanderungsverfahrens in einem fiktiven, repressiven Staat.

Schüler_innen und Künstler_innen haben in einem Projekt der Virginia Tech Universität eine selbst komponierte Oper aufgeführt – aber nicht auf einer Bühne, sondern in Minecraft. Während die Darsteller_innen auf einer Bühne sangen wurden ihre pixeligen Figuren live im Spiel präsentiert.

Die Veranstalter_innen des Kinder-Medien-Festival “Goldener Spatz” möchten neben deutschsprachigen Kinderfilm- und -fernsehproduktionen zukünftig auch verstärkt Videospiele berücksichtigen (Link zum PDF) und bitten um entsprechende Einreichungen:

Das Festival will insbesondere auf die innovative und engagierte Szene der unabhängigen Entwickler aufmerksam machen, indem ganz bewusst Spiele für Kinder aus diesem Bereich in den Wettbewerb eingehen. Damit könnte sich der Goldene Spatz Indie-Game-Award auch als alternativer Entwurf zur etablierten, kommerziellen Kinder-Spiel- Szene etablieren.

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