Verspielte Weihnacht

Weihnachten, das alljährliche Fest der Geschenke Liebe steht vor der Tür. Das bedeutet in der Regel vor alle Stress und die Suche nach eine guten Geschenk in letzter Minute. Da kommt die Idee von Videogametourism ganz gelegen: warum nicht mal Spiele verschenken – auch Menschen, die das bisher vielleicht nicht interessiert hat. Dass Videospiele toll sind wissen wir, andere wissen das nicht. Es kann auch dabei helfen, Klischees zu durchbrechen, Videospiele wären “so und so” und nur für eine bestimmte Zielgruppe. Vielleicht bringt so ein Geschenk Menschen dazu, Spiele für sich zu entdecken.

Gerade Indiespiele sind oft nicht teuer und passen auch bei einer Absprache, sich gegenseitig nur mit Kleinigkeiten zu beschenken noch ins Konzept. Die Spiele sollten leicht zugänglich sein und die Anforderungen an den Spielecomputer, das Smartphone oder das Tablet beachtet werden. Hier sind ein paar Ideen von uns.

findingteddyFinding Teddy

“Finding Teddy” gibt es für Android sowie iPhone und iPad, über Steam für Windows, OS X und Linux sowie direkt im Mac App Store. Im Grunde ist “Finding Teddy” ein klassisches Point and Click Adventure, abzüglich jeglichen Ballastes: kein freies Bewegen, kein Kombinieren von Gegenständen und nur ein einfaches Inventar.

Die Atmosphäre ist stellenweise düster bis makaber. Viele Rätsel bestehen aus Melodien, deren Töne verschiedenen Buchstaben des Alphabets zugeordnet sind. Grundlegende Englischkenntnisse sind dafür allerdings erforderlich.

shelterShelter

In Shelter geht es um die Suche einer Dachs-Familie nach einem neuen Unterschlupf. Die beschwerliche Reise führt durch verschiedene gefährliche wie schöne Umgebungen. Die Geschichte kommt ohne Erzählenden Text oder Stimmen aus, Stimmungen werden vor allem durch die Musik vermittelt.

Nach etwa drei Stunden ist das Spiel durchgespielt. Für die Steuerung werden Maus und Tastatur benötigt. Shelter gibt es für 11€ kopierschutzfrei für Windows und Mac OS X.

BastionBastion

In Bastion spiel ihr “the Kid”, einen Jungen, der das Auseinanderbrechen der Welt überstanden hat. Dazu begebt ihr euch zur Bastion, einem Ort für schwere Zeiten,wo ihr Rucks, einen alten Mann trefft der euch hilft.

Beim Spielen sammelt ihr verschiedene Ausrüstungsgegenstände und müsst euch in jedem Level durch Monster kämpfen. Das Spiel überzeugt durch seine liebevolle Grafik und dem Element des Erzählers zwischen und in den Leveln. Bastion ist auf Steam, XBox und im App Store zwischen 5 und 14€ erhältlich.

Machinarium

Machinarium

Der kleine Roboter Joseph, den ihr in Machinarium von einem Schrottplatz in seine Stadt zurückführen müsst, ist alles andere als fresh – das Spiel ist von 2009. Doch das ist auch ein Vorteil: Es eignet sich somit auch für Leute, deren Hardware nicht besonders neu, besonders schnell und besonders zum Spielen geeignet ist. Machinarium ist ein vollständig sprachfreies Click-and-Point-Adventure und so für Nicht-Spieler_innen sehr zugänglich.

Dafür ist es sehr addictive:  Die Atmosphäre ist besonders, die Grafik und das Sounddesign sind harmonisch und liebevoll und die Puzzles wirklich knifflig. Machinarium gibt es  für Android und für iPad und iPhone für jeweils 5 Euro, im Humble-Store für Mac, Linux und Windows für 7€.

Minecraft

minecraftMinecraft, the gift that keeps on giving. Ja, Minecraft ist ein alter Hut. Die Vollversion erschien 2011, nach heutigen Standards ist es also ein ziemlich altes Spiel. Aber da es permanent weiterentwickelt wird und immer wieder neue updates erscheinendie das Spiel um neue Mechaniken, Tiere, Monster, Vegetation, Terrain und Atmosphäre erweitern, lohnt es sich heute, genauso wie vor einem oder zwei Jahren, Minecraft einmal auszuprobieren. Gerade bei Kindern jeden Alters erfreut sich das Spiel großer Beliebtheit.

Das angenehme dabei ist, dass ihr nur einmalig 20€ ausgeben müsst, und schon habt ihr garantierte Updates, Support und eine der vielseitigsten Spielecommunities, die ihr bekommen könnt. Ein Account bei Mojang ist nötig um einen gift code zu kaufen, den ihr verschenken könnt. Es gibt auch physische prepaid gift cards, die sich möglicherweise als zum-auspacken-Geschenk besser eignen, wenn ihr bereit seit das Haus zu verlassen. Und was die von euch so glorreich beschenkte Person dann davon hat/haben könnte, das könnt ihr hier so grob nachlesen. Eine Einführung ins Spiel gibt’s hier.

gonehometvroomGone Home

Das mit Preisen überhäufte “Gone Home” schaffte es dieses Jahr in die Berichterstattung vieler Medien, die sich ansonsten eher wenig für Videospiele interessieren. Es bezeichnet sich selbst als “Story Exploration Game” und verzichtet auf viele klassische Spielelemente, konzentriert sich dafür um so mehr auf die Story. Als Kaitlin kehrt ihr nach einem Jahr im Ausland in das neue Haus eurer Familie zurück und versucht herauszufinden, warum niemand da ist um euch zu begrüßen.

Die liebevoll gestaltete Einrichtung sollte nostalgische Gefühle bei allen wecken, deren Jugend in den 90er Jahren lag – von VHS-Kassetten mit Akte X bis zu Musikzeitschriften, die um Kurt Cobains trauern. Je nach dem wie genau alles untersucht wird ist das Rätsel um das leere Haus nach etwa zwei bis drei Stunden gelöst. Für knapp 15€ gibt es das Spiel für Windows, Mac und Linux als Download, für einen Aufpreis auch inklusive des Soundtracks – leider aber nicht auf einer Kassette.

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