Der große Entwickler

Devtheism ist ein Spiel von Mohammad Fahmi, das von Toleranz und Religion handelt. Im Spiel begibt sich der Held auf eine Reise, um seinen eigenen Glauben zu hinterfragen – denn nicht allen in der Spielwelt gefällt der Gedanke, ein einzelner Entwickler hätte Levels und künstliche Intelligent erschaffen.

Hinter der oft augenzwinkernden Meta-Story um die Suche nach dem Credit-Stein, auf dem der Name des Entwicklers geschrieben steht, steht eine klare Aussage für religiöse Toleranz: Alle können Glauben woran sie wollen, solange sie niemandem Schaden. Mit der Erwähnung von Terrorangst und anti-religiösen Karikaturen geht es sehr konkret um Islamophobie – vieles davon wirkt wie echte Erfahrungen von Fahmi.

"You can't generalize us like that."

Die Geschichte ist kurz, schon nach einer viertel bis halben Stunde ist sie vorbei. Es gibt kein klassisches Gameplay, nur ein paar Zeilen Dialog. Genau das funktioniert sehr gut, um die einfache Aussage zu vermitteln. Als Vorbild nennt Fahmi Mattie Brice’s Mainichi und Will O’Neill’s Actual Sunlight, die ähnlich kurz und persönlich Geschichten erzählen.

Diese interaktiven Kurzgeschichten, scheinen eine gut geeignete Ausdrucksform für Themen zu sein, das sonst schwer in Worte zu fassen sind – etwa bei sehr Persönlichem, da Spielende aktiv in der Rolle de_rs Protagonist_in stecken. Mit einfachen zu bedienenden Werkzeugen wie dem RPG Maker und Twine können Videospiele auch ein Mittel für Stimmen sein, die gerade in Spielen sonst nicht gehört werden, ihre Geschichten zu erzählen und, wie beispielsweise The Day The Laughter Stopped, sehr intensive Eindrücke zu vermitteln.

Kennt ihr weitere Geschichten, die eins gespielt haben sollte, oder ähnliche Tools wie Twine und RPG Maker? Teilt sie in den Kommentaren mit uns.

4 Gedanken zu “Der große Entwickler

  1. Ich kenne noch das Tool “Py Ren”. Damit lassen sich Visual Novels erstellen. Ein sehr gutes Tool um eine Geschichte zu erzählen, die man selbst durchspielen kann.

Kommentar verfassen